APRIL APRIL lässt BMXer JAMMEN und „Die Antwort“ ROCKEN…
Leipzig lud am letzten Wochenende ins HEIZHAUS
Nicht besonders bekannt für seine BMX-Szene ist die sächsische Metropole, doch das soll sich scheinbar ändern. Das seit 2009 bestehende HEIZHAUS Leipzig lud am letzten Wochenende zum mittlerweile fünften APRIL APRIL BMX Jam ein.
Als sich die Türen um pünktlich 14 Uhr öffneten scharten die Rider schon mit den Hufen, um die Halle anschließend so richtig auseinander zu nehmen. Der Eintritt von 5Euro beinhaltete die Startgebühr und jeder konnte sich spontan entscheiden, ob er sich bei einer der fünf Disziplinen messen wollte. Von den über 50 Startern wollten das Einige sogar in allen Wettkämpfen machen, um am Ende Preise und Pokal erringen zu können. Cash gab es zudem für den ersten jeder Runde.
Da das Wetter meinte, den Sommer eröffnen zu müssen, begann man draußen mit einem gepflegten Bunny Hop Battle. Als die Messlatte nach oben wanderte konnte man mit einem Mal keine Barspins und „Hundertachziger“ mehr sehen und die Luft wurde dünner. Ob es an der Sauerstoffversorgung oder an bloßer Kraft lag, weiß wohl nur der Sieger Christian „Die Antwort“ Anton, welcher sich über Mega-109-Kommasieben Zentimeter wuchtete und damit unterstrich, dass er nicht zum Chillen gekommen war.
Nun waren alle munter und so ging es ab in die Halle und in die 15 Meter Minirampe. Im geordneten Jam-Format fighteten und glänzten die Fahrer in mehreren Gruppen, um den besten Eindruck bei der Jury, in der unter anderem der leider verletzte Local David „Fischi“ Fischer saß. Hier konnte zum ersten Mal an diesem Tag beobachtet werden, wie hoch das technische Niveau nicht nur in Berlin, sondern auch in Erfurt, Magdeburg und Braunschweig ist – auch wenn der Sieger wiedermal aus Berlin kam. Markus „Monkey“ Braumann verwies „Mr.Flair“ Sprosse Lehmann und den starken Christoph Werner aus Riesa auf die Plätze. Leicht zu bewerten war dies allerding nicht. Zehn Punkte und 100Euro also für den Vorjahres-Champ.
Nun ging es hoch hinaus und allein der Anblick der Hochsprung-Anlage, lies das Fahrerfeld klein werden. Über die steile 1,80m hohe Flybox ging es in Fünfzig-Zentimeter-Schritten in Richtung Hallendecke. Bei spätestens 2,50m Höhe stockte nicht nur Moderator Max (B) der Atem, denn man musste sich Sorgen um die Landung der Rider machen. Doch es passierte niemandem etwas, nicht einmal bei 3,10 Meter, wo nur mehr Christian Anton, Kevin Liehn, Daniel Juchatz und Sven „Sprosse“ Lehmann übrig blieben und Sprosse und Daniel es als Einzige auch schafften. Respekt!
Am frühen Abend ging es dann noch einmal nach draußen, wo drei Runden eines lustigen 30-Mann-Last-Man-Standing warteten. Locals und Düsseldorfer, Profis und Nachwüchsler begaben sich ins Schlachtgetümmel und hatten wenig zu lachen. Zwar schlugen sich viele sehr gut, aber der Kleinste war mal wieder der Größte. Daniel Juchatz holte sich die Kohle und zehn Punkte auf sein Konto.
Nach einer stärkenden Grillwurst und einem erfrischenden (alkoholfreien) Bier, ging es dann zum Highlight zurück in den Park des HEIZHAUS. Zu Rockklängen des Hallenser DJs Spread Your Love, ging es dann zur Sache, denn beim Rennen um den Gesamtsieg wurde sich nichts geschenkt. Solch ein Trickgewitter hatte die Halle noch nicht erlebt, denn im geordneten Session-Format ging es nochmal eine Stunde rund. Marco Weißmantel aus Erfurt verblüffte und die Magdeburger Basti Herbst und „Walter“ Wallborn stylten was das Zeug hielt, doch hatten sie keine Chance gegen Christoph Werner aus Riesa und die Berliner Bande. In Erinnerung bleiben wohl besonders der 360*-Tailtap von Markus Braumann am Geländer zwischen Miniramp und Funpark oder der Feeble-to-Tailwhip von Christian Anton am Marmobcurb. Gewinner der Streetsession wurde jedoch verdientermaßen Sven Lehmann, der eine mit Höchstschwierigkeiten (Doublewhip-360*, Frontlip, Tranfer-Flairs) bepackte Show bot und die nächsten 100Euro kassierte.
So endete ein Jam, der seinen Namen verdient hatte und Zuschauern wie Fahrern viel Spaß bereitete. Ein Tag mit viel Sonnenschein und jeder Menge guter Laune brachte noch Preise für die zehn Besten hervor, mit dem Leipziger Martin Rau den besten Rooky, der ein Sponsoring erhielt und einen verdienten Gewinner des fünften BMX Jam. „Die Antwort“ auf alle Fragen an diesem Tag hieß Christian Anton. Herzlichen Glückwunsch und bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder kein Scherz ist, wenn es heißt: APRIL APRIL! [ca]
Ihr seid Skateboarder, Streetboarder, Rollerblader oder BMXer und habt eine Geschichte zu erzählen, Gerüchte zu verbreiten oder sucht einen Sponsor? Ihr wisst nicht, wo man in der kalten Jahreszeit skaten kann? Die Skatehalle oder der Dirt-Park in Eurer Stadt sollte unbedingt mal besucht und vorgestellt werden? Es gibt einen Contest in der Nähe und wir sollen Ihn vorstellen? Dann nichts wie los, schreibt uns! Mail:
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