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Interview Crushing Caspars |
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Interview

Hardcore hat viele Facetten, eine davon ist sicher der Baltic Sea Hardcore der Crushing Caspars. Er ist rau wie die See und gleichzeitig sanft wie die Sonne an der Küste, aber auch peitschend laut und schnell wie die Orkane die über sie hinweg ziehen - eben nordisch herb. Sie sind ständig an den Wochenenden auf Tour; im Dezember in Halle und Sänger und Frontmann „Snoopy“ feiert nächstes Jahr sein 25jähriges Bühnenjubiläum alles in allem genügend hinreichende Gründe mit ihm ein Interview zu führen...
Gibt es einen Gründungsmythos der „Crushing Caspars“?
Einen Mythos gibt es nicht. Noch zu Schulzeiten haben ich und 3 Schulkollegen eine Trash Metal Band gegründet – „Mad Slaughter“. Was ja an sich erst einmal ein guter Schritt in die richtige Richtung ist. Wir hatten auch alle denselben Musikgeschmack was ja auch von Vorteil ist allerdings konnte niemand das Instrument das er spielen wollte wirklich spielen. Mir hat das zur damaligen Zeit klassischen Gitarrenunterricht eingebracht weil meine Eltern der Meinung waren wenn wir dem Kind schon eine Gitarre schenken dann muss er sie auch spielen können, damals fand ich die Ausbildung zum klassischen Gitarristen unglaublich ätzend, aber später hat es mir geholfen als Gitarrenlehrer zu arbeiten.
Wie ist es dann zu den „Crushing Caspars“ gekommen?
„Mad Slaughter“ gab es dann ca. 8 Jahre. Nachdem wir noch alle zur Armee eingezogen worden und dann die Wende kam und mit ihr auch eine ganze Menge Musik hat sich dann auch unser Musikgeschmack mehr in die Richtung Hardcore verschoben. Allerdings hatten zu dem Zeitpunkt unser Bassist und der Schlagzeuger andere Pläne im Leben oder schlichtweg keine Zeit mehr. So haben wir dann 1993 die „Crushing Caspars“ gegründet mit einem neuen Bassisten und einem neuen Schlagzeuger.
Und wie ist eigentlich der Name entstanden?
Na ja wir fanden alle den Namen Caspar unglaublich gut und haben dann stundenlang Wörterbücher gewälzt um ein passendes zweites Wort zu finden. Wir waren uns aber da schon einig, dass es auch ein Wort mit C sein sollte, weil das einfach gut klingt CC. Außerdem kamen zu der Zeit gerade Bandverzeichnisse auf, die aber nie sehr lange durchhielten und es meistens nur bis zum L oder M schafften. Da waren wir mit einem C-Namen schon fast kurz davor aufgenommen zu werden. Letztendlich ist crushing aber ein nicht ganz so bösartiges und brutales Wort wie wir es zur damaligen Zeit gern gehabt hätten, aber es war ok. In seiner ersten Bedeutung ist es ja zerschlagen.
Wenn man sich von Trash Metal zu Hardcore umorientiert was waren oder sind dann eure Vorbilder?
Ganz klar „Sick of it All“, „Suicidal Tendencies“ und „Blood for Blood“ um nur einige zu nennen. Privat höre ich aber auch ganz gerne „Cypress Hill“ oder den großen Altmeister Johnny Cash.
Nach 16 Jahren „Crushing Caspars“ kann man von der Musik leben?
Nein. Wir machen ja schon Nischenmusik und die Nische Hardcore ist nicht allzu gross. Ich arbeite in Berlin in einer Agentur und gebe nebenher auch noch Gitarrenunterricht. Allerdings müssen wir nicht mehr draufzahlen wenn wir auf Tour sind und das sind wir eigentlich das ganze Jahr über an den Wochenenden.
Zurück zur Band; gibt es euch seit 1993 in der ursprünglichen Besetzung?
Die Besetzung hat des Öfteren gewechselt, gerade auch wegen des Zeitfaktors; proben und dann die meisten Wochenenden auf Tour das ist schon hart. Ich bin eigentlich der Einzige, der von der ursprünglichen Besetzung übrig ist. Seit Ende letzten Jahres besteht der gesamte Rest der Band aus neuen Musikern. Anfangs hatte ich da auch Bedenken ob unsere Fans das so akzeptieren würden, aber das war irgendwie gar kein Problem.

Gibt es Pläne für eine neue Platte mit den neuen „Caspars“?
Die gibt es auf jeden Fall. Wir mussten uns nur erst einmal ein bisschen aneinander gewöhnen, da die Musiker alle neu dazugekommen sind war das für alle wie in einer Coverband zu spielen. Nach dem vergangenen Jahr sind wir aber denke ich wieder ein musikalisches Ganzes. Anfang nächsten Jahres werden wir dann auch verstärkt an neuen Liedern arbeiten und es wird dann auch eine neue Platte geben.
Bist du dann eigentlich als Kopf der Band auch der Songwriter?
Die letzte Platte „Viva La Rostock“ ist schon großteils aus meinen Ideen entstanden. Vorher haben wir die Lieder meist zusammen geschrieben und arrangiert. Jetzt mit der neuen Besetzung wollen wir dann auch wieder dahin die Songs gemeinsam zu entwickeln.
Also erwartet uns demnächst ein neues Album?
Na nicht so schnell. Noch sind die Lieder nicht fertig, nicht alle Texte geschrieben und so weiter. Das wird aber dann Anfang nächsten Jahres passieren. Wir haben noch nicht mal einen Arbeitstitel für das Album. Das wird sich dann aber alles aus den entstehenden songs ergeben und dann ist es irgendwann da.
Man darf also gespannt sein. Plant ihr für nächstes Jahr schon neue Touren?
Zusammenhängende große Touren wird es so noch nicht geben aber es sind auf alle Fälle schon Gigs in der Schweiz und Ungarn geplant, aber das steht dann auch alles auf der Webseite.
Wer die „Crushing Caspars“ live sehen möchte der kann das am 27.12. in der Rockstation beim 5. Krachfest zusammen mit COR und Tricky Lobsters. [cs]
Webseite: www.crushingcaspars.de
MySpace: crushingcaspars
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