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„Rammbock“ von Marvin Kren
Eigentlich beginnt alles ganz harmlos und alltäglich. Michael ist auf dem Weg von Wien nach Berlin um seiner Exfreundin Gabi ihren Wohnungsschlüssel zu übergeben, natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn im Grunde möchte er sie doch noch dazu bewegen wieder zu ihm zurückzukehren. Soweit zur Exposition.
Schon bei der Ankunft künden Hubschraubergeräusche und Polizeisirenen aus der Ferne, dass irgendetwas wohl nicht stimmt. Alsbald vernimmt man erschütternde Schreie die schlimmes erahnen lassen und Michael findet sich plötzlich in der Begleitung eines 15jährigen Handwerkers in Gabis leerer Wohnung wieder, in der sie sich, gegen die Übergriffe wütender Zombiehorden, die in rasantem Tempo die Berliner Innenstadt füllen, verbarrikadieren. Schuld an der Zombiekalypse ist ein Virus der die erkrankten zu „Wombies““ macht, also nicht nur zu untoten, sondern wutgesteuerten Wesen, die sich dadurch von Zombies unterscheiden, dass sie sich schnell bewegen, nicht langsam. Doch zurück zu Michael und seinem Leidensgenossen. Beide finden sehr schnell heraus, dass sie nicht die einzigen Überlebenden sind. Durch die Fenster zum Innenhof lernen sie die anderen zurückgebliebenen Mieter des Hauses kennnen, die in ähnlicher Lage stecken. Schnell solidarisiert man sich. Aus dem Radio wird man darüber informiert, dass sich eine gefährliche Epidemie ausbreite und Ausnahmezustand herrsche. Zugleich versucht Michael verzweifelt, Gabi zu erreichen.
All das wird zügig erzählt und virtuos in Szene gesetzt. Die Fähigkeit des Regisseurs, den Zuschauer auf emotionale Achterbahnfahrten zu schicken, seine Aufmerksamkeit auf immer neue Punkte zu konzentrieren, ihn auf Neues einzustellen, ist bewundernswert. Man befindet sich damit als Betrachter in ähnlicher Lage wie die Protagonisten selbst und die Angst kommt von ganz allein... [Rüdiger Suchsland:filmdienst / cs]
Regie: Marvin Kren | Format: Dolby, PAL | Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1) | Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1 | FSK: ab 16 Jahren | Studio: Filmgalerie 451 (AL!VE) | Erscheinungstermin: 3. Dezember 2010 | Produktionsjahr: 2009 | Spieldauer: 63 Minuten
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