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„The Sound of Insects“ Bericht einer Mumie
Tiefer Winter. In einer verfallenen Hütte im abgelegensten Waldstrich des Landes findet ein Jäger die Mumie eines etwa 40-jährigen Mannes. Aufgrund der minuziösen Aufzeichnungen des Toten stellt sich heraus, dass der Mann im vergangenen Sommer Selbstmord durch Verhungern begangen hatte.
Während der Bericht des Selbstmörders im nüchternen Tonfall eines Polizei-Rapports verlesen wird, lässt uns der Film die letzten 62 Tage des Unbekannten im Wald aus einer imaginären „Subjektive“ nacherleben. Die eindringliche Sachlichkeit, mit welcher er seinen einsamen Leidensweg bis hin zur körperlichen Auflösung schildert, kontrastiert mit der vegetativen Gleichgültigkeit der Natur rundum und einer assoziativen Bilderreise zurück in die Welt seiner urbanen Herkunft und des Traums. Der Kampf zwischen seiner physischen Vitalität und dem Entschluss, diesen körperlichen Widerstand mit aller mentalen Kraft zu brechen und seinem Leben ein Ende zu setzen, erzeugt eine schier unerträgliche Spannung.
Zunehmend geraten wir in den Sog seiner fiebrigen Gedanken und Fantasien, und obwohl kein Motiv zu erkennen ist für sein „sinnloses“ Tun, identifizieren wir uns mehr und mehr mit dem seltsamen Lebens-Verweigerer... Ein stilles Drama in 62 Akten aus der grünen Mitte des Waldes. [cs]
Sprachen: Deutsch, English | Untertitel: English, Français | Format: PAL 16:9 | Regie: Peter Liechti | Drehbuch: Peter Liechti, Masahiko Shimada | Kamera: Peter Liechti | Ton: Balthasar Jucker | Schnitt: Tania Stöcklin | Musik: Norbert Möslang | Produktion: Peter Liechti
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