|
Dr Dicks Garage Rock History Teil 2 |
Shanty Town - Dr. Dicks „Garage Rock“ History Teil 2
Für die erste Generation an Garage Rockern stehen Bands wie The Kingsmen, The Standells, The Sonics, für die zweite The 13th Floor Elevators, The Seeds und für die dritte Generation The Stooges und MC5. Dabei entwickelte sich ein Standardrepertoire an Songs, die gerne gecovert wurden, wie „Gloria“ von Them oder das vermeintlich mit sexuellen Anspielungen gespickte „Louie, Louie“ von Richard Berry.
Bis auf einige One-Hit-Wonder gerieten die Garage-Rock-Bands der 1960er Jahre zunehmend in Vergessenheit. Doch schon 1972 entdeckte Lenny Kaye diese Bands für eine Zusammenstellung neu, die als Doppel-LP unter dem Titel „Nuggets“ bei der Plattenfirma Elektra erschien. Eine Zusammenstellung, auf der sich neben den Charts-Erfolgen der The Kingsmen, The Standells, The Seeds auch völlig unbekannte Bands befanden. Diese Zusammenstellung verkaufte sich sehr gut. Die eigentliche Wiederentdeckung des Garage Rock kam mit dem Punkrock der 1970er Jahre. Die Plattenfirma Sire Records veröffentlichte die Nuggets-Zusammenstellung 1976 erneut. Das Fanzine „Who Put The Bomp“ (Herausgeber: Greg Shaw) veröffentlichte unter dem Einfluss von Lester Bangs neben Artikeln zu den aktuellen Punkbands auch Artikel über die längst vergessenen Garage-Rock-Bands. Mit Hilfe von Greg Shaw wurde 1979 eine ganze Serie von Zusammenstellungen auf Schallplatte unter dem Titel „Pebbles“ veröffentlicht. In den darauf folgenden Jahren wurden selbst die seltensten und seltsamsten Aufnahmen wiederveröffentlicht. So entwickelte sich eine ausgeprägte Underground- und Sammlerkultur.
Unter dem Einfluss wiederveröffentlichter Aufnahmen wuchsen verschiedene Generationen von Bands heran, die sich der Tradition des Garage Rock verpflichtet sahen. In den frühen 1970ern Beispielsweise The Flamin Groovies. Zur Zeit des Punkrock waren das die Ramones, Patti Smith und die eigenwilligen The Cramps oder The Soft Boys. Erst in den 1980ern gab es ein richtiges Revival, das auch als Garage Revival bezeichnet wird. Dazu gehörten Bands wie Miracle Workers, The Fuzztones, The Prisoners, The Cynics, The Chesterfield Kings oder The Pandoras, die teils den Stil der 1960er Jahre bis ins Detail (mit originalen Instrumenten und Equipment) kopierten, teils mit der ungestümen Energie des Punk verbanden.
Ende der 1990er wurde Garage Punk unter dem Pseudonym „Neo-Garage-Welle“ erneut populär. Bands wie The Strokes, The Hives, Mando Diao, The Vines und The White Stripes bedienten und bedienen sich klassischer Garage-Rock-Elemente. Da die Namen dieser Bands oft dem Muster „The ...s“ folgen, spricht man auch von „The-Bands“.
Weitere alternative Bezeichnungen sind Freakbeat für fast ausschließlich britische Bands sowie die veraltete Bezeichnung Acid Rock für die psychedelische Phase des Garage-Rock. [ao]
Den ersten Teil der History findest Du HIER im Artikelarchiv Juli!
|