Samstag, 19. Mai 2012
Interview Laylines of Blues
Um es einmal filmisch zu unterlegen: „die Herren Musiker geben sich die Ehre“ und die geben sie sich nicht nur im Sinne der Unterhaltung des Publikums, sondern auch in Bezug auf die Stücke die sie sozusagen „für sich einnehmen“. Bei Lay Lines ist alles was mit Fug und Recht geniale Musik genannt wird vertreten, wobei ihr dabei das Vergnügen zu Teil wird, in allen Ehren verjazzt, verbluest und bearbeitet zu werden ... die Herren Musiker wissen was sie tun und sie tun es gerne und oft und unglaublich gut ... die Musikgeschichte hält Einzug bei Rough and Ready.

Ihr seid ja ein Konglomerat von Musikern verschiedenster Stile; wie ist denn Lay Lines eigentlich entstanden und warum?
Angefangen haben Günter Herrmann (git) und Siegfried v. d. Heide (voc + git) im Januar 2006. Im Februar kam dann zunächst Akki Schulz (Kontrabass) dazu, später dann  Bernd Steiner (Schlagzeug), Bernd spielte aber nur kurz mit bis wir Jörg Heise am Schlagzeug hatten. Die Bläser Jewgeni Larin (altsax) und Michail Glucharen (trb, tp) haben’s dann komplett gemacht.
 
Kommen wir mal zum Namen ... Was bedeutet er, oder anders gefragt: Wie kam es zur Namensfindung?
Das war Akki‘s Idee, es ging ihm um Kraftlinien, das ist eine Bedeutung des Wortes Laylines, eine andere kommt aus dem Segeln. Eine Laylines ist die nächste gerade Linie zwischen zwei Bojen.
 
Nochmals zur Bandgeschichte gab es seit der Gründung einschneidende Veränderungen in der Besetzung?
Akki Schulz ging im September 2009, dafür spielt Fredi Batliner, allerdings E-Bass fretless.

Ihr habt euch ja dem Liedgut diverser Soul/Blues und Rockgrößen verschrieben, wie wählt ihr eure Stücke aus?

Das ist Zufall, Zufall ist das was uns zufällt.
 
Wie ist es eigentlich einen schon existierenden Song nach den eigenen Vorstellungen zu arrangieren?
Lustig und spannend. Wenn irgendwann die Mundwinkel nach oben gehen stimmt etwas.
 
Wie seht ihr euch selbst musikalisch... darf man euch eher als Tribute verstehen oder würdet ihr sagen ihr fügt dem vorhandenen noch etwas hinzu ... wenn ja was?
A Tribute to Music.
 
Als Vollblutmusiker gibt es Stücke die euch besonders am Herzen liegen und wenn ja warum?
Weil sie uns am Herzen liegen.
 
Bei einem so großen Repertoire an Stücken wie stellt ihr eure Setlist zusammen? 
Dramaturgisch, nach Publikum, nach Location, nach Inhalt, nach Tonarten, nach Dynamik und beim Gig nach Lust und Laune.

Gibt es Songs an die ihr euch nicht „rantraut“?

Jörg (Drums):  Latin
Günter (Git): Andrea Berg
Fredi (B): Kastelruther Spatzen
Siegfried (Voc): Puccini
 
Habt ihr auch eigene Songs, wenn ja wie sind sie entstanden?
Wir halten es da mit Herrn zu Guttenberg: Das sind alles unsere Songs.
Im Ernst: Nein, es gibt in dieser Band keine Eigenkompositionen. Wir machen uns die Songs zu Eigen. Nein, im Ernst: Warum soll ich einen Satz den jemand schon mal gut und richtig gesagt hat anders sagen wenn mir nichts Besseres einfällt.
 
Es gibt ja schon einen Tonträger von euch, sind da demnächst noch mehr in Planung?
Natürlich, aber das ist eine Geldfrage. Wenn der Mitschnitt im Plan3 gut wird, wer weiß...
 
Wo spielt ihr eigentlich am liebsten?
Überall.

Gab es schon Konzerte von euch an die ihr euch ungern erinnert und gibt es auch gegenteilige Erfahrungen? (wo/warum)
Es gibt Veranstaltungen da sind wir falsch gebucht, das stört dann schon. Oder es sind schlecht organisierte Veranstaltungen das ist auch nicht schön. Deshalb spielt die Band aber keinen Deut schlechter. Venue-Bashing machen wir nicht.
 
Abschließende Worte?
Keep on running...

Auf jeden Fall sind die Lay Lines beim Rough and Ready Radiokonzert nicht falsch gebucht und fühlen sich hoffentlich ebenso zu Hause wie all die anderen vor ihnen. Wir freuen uns auf ein Konzert der alten Meister mit Stücken die man nicht besser hätte schreiben können. Am 11.06.2011 ab 23:00 Uhr im Plan3 und auf Corax 95,9 FM.

Webseite: www.laylines.de
MySpace: laylinesofblues
[cs]

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