Samstag, 19. Mai 2012
Interview LiHanabi

LiHanabi oder auch Feuerblume

Interview_bandportrait-LiHanabi-300dpi.jpgLiHanabi  sind ein Trio dessen Musik sich zwischen Rock, Pop, Elektro und Disco verorten lässt und obwohl sie von sich behaupten schubladenresistent zu sein hier der Versuch: Wenn Wir sind Helden die musikalische Schwester von Feist wären und PJ Harvey in einer gemischten Familienformation singen würde, dann könnte es LiHanabi sein. Aber für ein umfassenderes Bild hier das Interview mit Enna, der charismatischen Stimme von LiHanabi.

Besetzung:
Enna: Gesang & Gitarre
Mathew: Drums & Synthesizer
Arni: Bass

Kommen wir doch erst einmal zum Namen: Was bedeutet er und vor allem wie ist er entstanden?
Enna: Naja die meisten vermuten hinter dem Namen natürlich ein Konglomerat aus den Abkürzungen unserer Vor- oder Nachnamen, aber dem ist natürlich nicht so. Ganz im Gegenteil. LiHanabi hat sogar eine Bedeutung – es heißt Feuerblume. Entstanden ist er aus der Not einen Namen zu brauchen, wegen eines Auftritts 2007. Eine Bekannte von Mathew hatte gerade ein Kind bekommen und es Hanabili genannt. Das war zumindest erst mal ein Ansatz. LiHanabi ist es dann geworden weil es einfach besser klingt und wir uns alle eher damit anfreunden konnten. Außerdem ist es ein sehr unverfänglicher Name. Er klingt nicht so vorhersehbar wie „The ...“ und das passt gut zu unserer Musik.

Wie kam es zur Gründung der Band?
Ich war gerade nach Halle gezogen und ein paar Bekannte von mir hatten eine Band und suchten damals eine Sängerin ... Als ich dann zur Probe kam lernte ich den Schlagzeuger (Mathew) kennen und wir beschlossen dann was eigenes zu machen.

Was ja auch gelungen ist. Kannst du kurz einmal euren musikalischen Stil umreißen?
Wir sind da eigentlich wenig festgelegt. Die Musik selbst bewegt sich zwischen Pop, Rock, Funk, Elektro und Disco ... Jedes Stück hat so seinen eigenen Stil. Aber generell kann man uns glaube ich da keine Richtung unterschieben. Auf jeden Fall sind wir musikalisch breit aufgestellt und sogar massenkompatibel würde ich sagen.

Zum Thema Lieder: wer steckt hinter euren Songs?
Im Großen und Ganzen kommen die Texte von mir. Die Musik entwickeln zumeist Mathew und ich dann gemeinsam. Mir schwebt dann oft schon eine bestimmte Melodie vor, also die Melodie die schon irgendwie im Text steckt. Daraus entwickelt sich dann alles Andere.  Da wir auch nur zu dritt sind können wir ganz demokratisch entscheiden wie der Song dann letztlich wird. (grinst) Die Entscheidung bleibt auch meist beim Bassisten hängen, der ist dann so ne Art Schiedsrichter.

Zurück zu den Texten, was verarbeitest du in deinen Texten oder anders gefragt wie entsteht das, was letztlich den Song ausmacht und worum geht es?
Manchmal ist es nur ein Satz an dem sich der komplette Text aufhängt ein Satz in dem ich schon irgendwie eine Melodielinie höre. Vorrangig geht es natürlich um Zwischenmenschliches ... Liebe, Selbstfindung und so weiter. Na ja und inspirieren lasse ich mich dabei von verschiedenen Dingen: ganz normale Abläufe und Geschehnisse im Alltag oder Geschichten von Freunden. Das alles wird dann textlich verknüpft und am Ende ist es plötzlich ein Songtext.
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Wie bist du eigentlich dazu gekommen Musik zu machen?
Am Anfang stand da eigentlich ein großes Plastekeyboard und der entsprechende Unterricht zum Instrument, auf das ich irgendwann keinen Bock mehr hatte und zur klassischen Gitarre gewechselt bin. Damals waren die 4Non Blondes mit „Whats going on“ für mich noch Idole, und ich wollte auch so eine Art Musik machen. Seit 2000 ungefähr habe ich dann angefangen selbst Songs zu schreiben, mit teilweise ganz simplen Akkordfolgen. Inzwischen hat sich da aber sowohl textlich als auch musikalisch so einiges getan...

Was sind deine momentanen musikalischen Vorbilder?
Auf jeden Fall die Yeah Yeah Yeahs, Feist und seit neuestem The xx, aber auch Janis Joplin. 

Zurück zu LiHanabi; gibt es eigentlich Tonträger von euch?
Letztes Jahr im Mai gab es die erste Platte „searching the elephant“. Zum Lied „white elephant“ gibt es auch ein Video das man sich auf unserer MySpace Seite oder bei YouTube ansehen kann. Im Mai diesen Jahres gibt es den Nachfolger „unique landscape“. Dieses mal sogar mit einem eigens dafür gestalteten Pappcover. Das Brennen und Verkaufen übernehmen wir wieder selbst.

Heißt das, ihr seid auf der Suche nach einem Label?
Wenn das klappen würde wäre es natürlich schön, aber wir werden uns erst einmal eine „richtige“ Homepage zulegen und gute Pressefotos machen. Das Ansprechen von Agenturen kommt dann als nächster Schritt. Karrierepläne haben wir auf jeden Fall. Wir wollen ja auch irgendwann raus aus Halle und in die Welt ...

Ihr habt ja vor nicht allzu langer Zeit beim „aha“ Bandcontest mitgemacht war da auch die Karriere der Grundgedanke bei der Teilnahme?
Nein überhaupt nicht. Uns ging es da vor allem darum spielen zu können und das vor einem etwas größeren Publikum. Außerdem sind solche Auftritte auch gut als Übung. Bei mir klappt das zum Beispiel mit dem Singen hervorragend aber das Moderieren zwischen den Songs kann ich noch nicht so richtig. Deswegen ist das halt auch ne gute Übung.

Ihr habt in diesem Fall ja nicht gewonnen, war das frustrierend für euch?
Nein. Wir fanden das Mickey The Sick verdient gewonnen haben, weil die drei Mädels einfach gerockt haben.

Würdet ihr wieder bei Contests mitmachen?
Natürlich! Einerseits wegen der schon erwähnten Übung und andererseits weils auch Spaß macht. Man lernt andere Bands kennen mit denen man vielleicht auch gemeinsam was macht und das Publikum bei solchen Veranstaltungen ist auch eher bereit mit der Musik mitzugehen. Außerdem kann man ja auch gewinnen; vielleicht; beim nächsten Mal.

Noch zwei Shorties zum Schluß:
Bier oder Wein?
Also in meinem Fall Wein, bei den Jungs eher Bier.
Laut oder leise?
Auf jeden Fall laut!

Danke für deine Zeit.

Die nächsten Konzerte in Halle:
02.04. | Hühnermanhattan | 23:00 Uhr
11.04. | Stadtgarten Glaucha | 15:00 Uhr
15.04. | Turm | 22:00 Uhr
24.04. | WAJUT | 21:00 Uhr

MySpace: lihanabi
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