Samstag, 19. Mai 2012
Interview Maler im Hemd
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„Maler im Hemd“ spielen funkigen Jazz; jazzigen Pop und poplastige Alltagshymnen. In ihren Texten geht es um Lamas, Tellerränder, Birnbäume und was sonst noch passierte in der Welt, ein ungeahnter Mix aus Begebenheiten und dem Funk in uns allen.  Und weil viele Maler gemeinsam selten homogene Bilder malen ist das folgende Interview auch ein Stückwerk philosophischer Betrachtungen und einfacher Statements eingesammelt und unterteilt ...

Seit wann gibt es „Maler im Hemd“?
a) Maler in Hemden gibt es eigentlich schon ewig: es ist sogar bekannt dass Picasso oder auch Rubens einst im Hemd malten …
b) Maler im Hemd gibt es eigentlich seit 2007. Die Band wurde gegründet von Jonas und Paul, anfänglich waren wir zu viert. Dann zu fünft, dann zu dritt und dann wieder zu sechst … jetzt sind wir zwischen sechs und acht.
c) Erst  war Jakob Hommel am Bass und Sören Hoppe an den Tasten. Später stieß Claudius Stallbaum am Saxophon dazu und Philipp Nawka, der die 6 Saiten übernahm.
Als im Jahr 2008 Bassist und Pianist ausstiegen, stand die Band kurz vor dem Aus, doch durch einen glücklichen Zufall fanden wir Christian Bergmann, der seither den Bass zupft und Martin Böhm, der nun die Tasten drückt.
d) Die Band ist nun in einer ziemlichen Idealbesetzung.

Gab es einen bestimmten Anlass die Band zu gründen?
a) Es gibt Anlässe bei denen man besser im schicken Hemd kommt. So auch bei uns.
b) Der Anlass war dufte Musik.
c) Jonas und ich (Paul) lernten uns im Zug kennen und in der Uni lieben. Wir hatten beide schon früher Bands. Ich mit den »doggybags«, oder mit verschiedenen MC Projekten und Jonas mit Bands von Hip Rock bis Pop Jazz.  So sollte es auch weiterhin sein.
d) Weil Halle das brauchte.
e) Weil unser anfänglich begonnenes live-drum‘n‘bass-Projekt namens »Sand im Getriebe« aus organisatorischen Gründen leider im Sand verlief …

Wie kam es denn eigentlich zu der doch eher ungewöhnlichen Namenswahl?
a) Der Name entstand aus dem song  »Maler im Hemd«
b) Weil ich in der Namensfrage mit meinem Vorschlag »Sprintmenü« von den Anderen überstimmt wurde.
c) Weil keine Band so heißen will.
d) Weil der Name „Bluthusten“ schon besetzt war.
Interview_RR3.jpge) Weil Oli sonst im T-Shirt kommen muss.
   
Wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben?
a) Analog.                                      
b) Bildhaft.
e) Emotional, Eugeln.                                 
f) Funky: Fußwippen, Fingerschnippsen.
g) Gewaltig genial.
a) Anders.
h) Harmlos humorlos.
r) Randlos rutschig.
e) Einfach, e-moll.
n) Natürlich nobel nervig.

Wo liegen eure musikalischen Wurzeln?
a) Irgendwo zwischen Helge Schneider, Keimzeit, Clueso, Arte, Jazz, Hip Funk und Hop Rock.
b) Bei den Lehrern in den Musikschulen  die wir mal besuchten.
c) Tief über der Oberfläche.
e) Zwischen Schneide- und Weisheitszahn.
f) Bei Earl Mobile.
g) Im Keller.
  
Warum macht ihr Musik?
a) Weil wir nicht malern können.
b) Weil den ganzen Tag nix tun, auch langweilig ist.
c) Weil wir es können.
d) Weil es sonst jemand anderes macht.
e) Weil die Texte sonst keiner liest.
f) Weil man zu Musik tanzen kann.
g) Weil das ein Kriterium war, bei Maler im Hemd mitzumachen.
h) Weil manche von uns sonst auf dumme Gedanken kommen.
i) Weil wir sonst nicht mit Martin Mendt, Max Seibert und Anna Postel hätten spielen können.

Wie kommt ihr eigentlich auf eure Texte?
a) Es sind Geschichten des Alltags, da wäre die Frage: wie kommt der Alltag auf diese Geschichten … ?
b) Es sind immer die ersten Buchstaben meiner Lieblingsbücher.
c) Auf gedichte.de
d) Wir übersetzen tolle Gedichte mit einem Übersetzungsprogramm erst in Arabisch dann in Englisch und dann das ganze wieder zurück ins Deutsche … raus kommt dann das.

Habt ihr textliche Vorbilder?
a) Rio Reiser, Brecht, Norbert Leisegang, Clueso, der Topf mit Blumen.
b) Die Werbung, die Bildzeitung.
c) Pur, Xavier Naidoo (das ist jetzt aber Quatsch)
d) Beipackzettel von Arzneimitteln oder Ikea Aufbauanleitungen. 

Wieso eigentlich nicht englisch?
what?
b) Wieso eigentlich nicht deutsch?
c) Wieso eigentlich diese Frage?
d) Wieso eigentlich die Fragen auf deutsch?

Gibt es denn schon ein „Konserve“ von „Maler im Hemd“?
a) Ja Erbsensuppe, Maler im Hemd Eintopf, Kirschen, Mandarinen und natürlich Bananen.
b) Die erste Platte ist im Kasten: Sie soll »Maler im Hemd – 10 Liter im Angebot« heißen. Im Moment warten wir noch darauf, dass wir das schöne Stück pressen lassen können.

Ist ein neues Album in Planung?
a) Klar, »Maler im Hemd – Best of«.
b) Ständig, nach dem ersten Streich folgt der Zweite bekanntlich auch so gleich …
c) Damit alle sagen können, die Erste war noch gut und real, muss dringend eine Zweite kommen.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
a) Ein Haus am See.
b) Woodstock ist doch schon vorbei, oder?
c) Wir wollen bei Stadtfesten, Autohauseröffnungen und Jubiläen von Einkaufszentren spielen.
d) Überleben.
 
WInterview_MG_0599.jpgo seht ihr euch selbst in 5 Jahren?
a) Hoffentlich noch zusammen.
b) An unseren Zielen.
c) Auf der Autobahn.
d) Mit Helge auf Tour.
e) Im Spiegel mit Backenbart.
f) Bei Arte.
g) Bei der Probe.
 
Wann seid ihr das nächste Mal live zu erleben?
a) Am 04.12.  live im plan3 … mehr Unplugged.
b) Bei unserer Releaseparty … www.malerimhemd.de

Abschließende Worte?
a) »Du weißt: Sport ist mein Leben«
b) »Jazz, Jazz, Jazz … sag‘s nochmal, sag‘s nochmal … «
c) Ich grüße alle die mich kennen.
d) Nilo, Oli, Peter, Anna, Martin, Max, Felix und den immer freundlichen cubanischen Hausmeister.
e) Und danke für das Interview … ob ihr das so druckt??

Ja! Kann ich da nur sagen! Und wem diese Ansammlung von Text noch nicht genug war und wer das Ganze auch noch mit Musik erleben möchte, der möge am 04.12.2010 in den plan3/La Bim kommen und sich diese Mischung im Radiokonzert anhören ...

Einlass ist ab 21:00 Uhr | Beginn 22.30 live im plan3 und auf Radio Corax

Webseite: www.malerimhemd.de
MySpace: malerimhemd
[cs]

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