Samstag, 19. Mai 2012
Interview POOLSTAR
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Vier Hauptstadtjungs zu Gast in Halle!
Poolstar gibt euch zur Skateparkeröffnung am 12. September ein rockiges Ständchen. Mit im Gepäck sind natürlich Songs aus ihrem neuen Album „4“, das am 28. August sein Release feierte. Bis es soweit ist, lassen wir Töff und Felix schon mal zu POOLSTAR_Bandfoto.jpgWort kommen.    

Besetzung
Töff: Gesang
Felix: Gitarre
HouZa: Schlagzeug
Spree: Bass

Wann kam euch die Idee Poolstar zu gründen?
Töff: Das war Anfang 2003. Wir haben alle vorher schon in Bands gespielt und Felix hatte mich in der Berliner Liveclub Legende Quasimodo entdeckt. Ich war zu der Zeit bandlos und konnte dort gut mein Bühnenbedürfnis bei den Rock Jamsessions befriedigen. Seine Band suchte zu der Zeit einen Frontmann und so kam eins zum anderen. Allerdings war mir deren Sound dann auf Dauer zu kraftlos und unrockig und so entwickelte sich daraus Poolstar. Felix holte dann seinen alten Kumpel HouZa ins Bandboot. Aber bis 2007 schipperten wir ohne Bassmann durchs Schwimmbecken, bis uns dann Spree entdeckte, der unseren Elektro-Bass aus der Büchse ersetzte.
Erst seitdem sind wir so richtig komplett.

Wie kann man euren musikalischen Stil beschreiben?
Töff: Manche sagen wir machen Rock, andere sagen wir machen Punk Rock und wieder andere meinen wir machen Pop Punk. Schubladen helfen natürlich zur Orientierung, aber ich sage mal, wir machen melodische Gitarrenmusike mit Wumms.
Felix: Mal ist der Song eine Ballade, mal geht’s in eine ganz andere Richtung. Wir spielen nicht Hose, wir spielen Rock. Doch welchen genau, das muss jeder selbst entscheiden.

Wer schreibt die Texte zur Musik?
Töff: Die Texte habe schon immer ich selbst geschrieben. Ich halte ja im Prinzip immer meinen Arsch für das hin, was ich singe. Die Texte sind aus meinem Leben gegriffen, meist aus meinem Inneren, für das ich sonst oftmals nicht die richtigen Worte finde. Darum bin das jedes Mal ich, wenn ich singe. Es gibt deshalb auch Songs, die wir live gar nicht mehr spielen, weil deren Texte in einer Phase entstanden sind, mit der ich emotional nichts mehr anfangen kann. Würde ich ihn trotzdem noch singen, dann würde der Song unecht wirken und das merkt dann auch das Publikum.

Habt ihr einen Plattenvertrag?
Töff: Nö. Wir sind tatsächlich independent.
Felix: Wir hatten am Anfang ein dreiviertel Jahr mit einem Label verhandelt, das uns haben wollte. Aber als es dann endlich zur Vertragsunterschrift kommen sollte, wurde das Label von der Muttercompany aufgelöst. Deshalb haben wir das erste Album in einer Hau-Ruck-Aktion innerhalb von zwei Monaten selbst fertig gemacht, weil wir keine Lust hatten nochmal so lange zu warten. Auch wenn wir mit dem Ergebnis dann im Nachhinein nicht so zufrieden waren, sind wir bei dem Weg geblieben. Jetzt kooperiert unser Label mit Rodrec, dem Label von Rod González (Die Ärzte), so dass wir auch einen guten Vertrieb haben, aber independent sind wir immer noch.
Cover-Poolstar.jpg
Ging es mit eurem dritten Album genauso schnell vorwärts?
Felix: Für „4“ haben wir uns mehr Zeit genommen. Insgesamt ca. ein halbes Jahr. Man hört auch, dass wir bei den Nummern stärker am Arrangement gefeilt haben. Das Album ist richtig geil geworden!
Töff: Ich bin Fan!

„Something in your eyes“ ist doch ein alter Song und jetzt ist er nochmal auf dem Album?
Felix: Da haben wir uns selbst gecovert. Wir waren der Meinung, dass der Song beim ersten Album zu sehr untergegangen ist, obwohl er das Potenzial zu mehr hatte. Das fand auch Rod. Allerdings hat die Aufnahme jetzt wesentlich mehr Druck und ist schneller als die Alte. So unterscheiden sich die Versionen schon sehr, auch wenn es derselbe Song bleibt.

Gab es eine Phase, in der ihr keinen Bock mehr auf die Band hattet?
Töff: Ich hatte das tatsächlich mal vor zwei Jahren, da kamen wir nicht so richtig vom Fleck. Aber als 2007 unser Bassist Spree dazu kam, wurden wir endlich zu einer richtigen Band, die funktionieren konnte. Seitdem haben wir uns auch stetig weiterentwickelt, musikalisch genauso wie in der Bühnenpräsenz.

Nun spielt ihr bei der halleschen Skateparkeröffnung, habt ihr überhaupt einen Bezug zum Skateboarden?
Töff: Felix, du kannst das doch ein bisschen oder? Und HouZa unser Schlagzeuger beherrschte auch mal so einiges. Was davon übrig geblieben ist weiß ich nicht. Vielleicht ist er deshalb nicht hier, weil er für die Eröffnung an seinen Skills arbeiten muss. Ich persönlich habe da eher einen schmerzhaften Bezug dazu, weil ich mich am Anfang wohl zu blöd angestellt habe und es mich so dermaßen auf die Nase gepackt hat, dass ich umgehend die Lust daran verlor. Allerdings habe ich auch immer viel Zeit mit Musik verbracht. Und wenn du etwas richtig gut können willst, musst du eben viel Zeit dafür aufbringen. Ich musste mich quasi entscheiden: Musik oder Schmerzen. Die Entscheidung fiel mir nicht schwer...
[mp]

Webseite: www.poolstar.de
MySpace: poolstarrocks  

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