Donnerstag, 23. Februar 2012
Lokale Kurztipps Dezember 2011
Unberührte Natur vor der Haustür / 07.12. um 20 Uhr im Audimax

Markus Mauthe hat sie gefunden: unberührte Waldgebiete, durch die Braunbären streifen, in denen Bäume an Altersschwäche sterben und sich die Graueule auf ihre nächtliche Jagd begibt. Und das im Herzen Europas, gleich um die Ecke. Als Fotograf war er zweieinhalb Jahre im Auftrag von Greenpeace unterwegs, um die Artenvielfalt und Schönheit dieser Lebensräume mit der Kamera einzufangen. Wenigen ist bewusst, dass Europa von Natur aus Waldland ist. Ohne menschlichen Einfluss wäre der Kontinent mit dichten Urwäldern überzogen. Mauthes Multivisionsshow„Europas wilde Wälder“ gibt mit wunderschönen Bildern und live erzählten Geschichten einen Einblick in diese faszinierenden Wälder vor unserer Haustür. Der Besucher reist quer durch Europa und erlebt die wilde Natur im Wandel der Jahreszeiten. Egal ob er von deutschen Urwaldresten erzählt, durch die russische Wildnis in den Bergen des Ural wandert, von seinen Begegnungen mit Wölfen in Finnland oder den Wisenten in Polen berichtet, immer zeigt Markus Mauthe dabei Bilder in höchster fotografischer Qualität. Musikalisch untermalt wird seine fotografische Reise durch Kompositionen von Kai Arend. [ne]

Webseite: www.markus-mauthe.de


Lolita / Premiere am 09.12. um 20 Uhr im Thalia Theater

Die Liebe eines Intellektuellen zu einer 12-Jährigen, die auf einer Odyssee durch die USA folgenreiche Konsequenzen zeitigt, sind in Nabokovs Klassiker „Lolita“ die narrativen Eckpunkte einer schwerwiegenden Frage: Ist Liebe nichts als ein Wahn oder aber eine tragische Leidenschaft, die davon lebt, unerreichbare Idealismen zu beinhalten, denen sich deswegen nur um den Preis der Zerstörung angenähert werden kann? Im Roman ist es auf jeden Fall die unselige Leidenschaft des 1910 in Frankreich geborenen Literaturwissenschaftlers und Privatlehrers Humbert Humbert zu der kindhaften und gleichzeitig frühreifen 12-jährigen Dolores (Lolita) Haze, die letztendlich das tragische Ende verursacht. Lolitas Flucht in die Arme eines anderen, der nichts ändert, treibt Humbert nur noch tiefer in den Wahn der Liebe und seine sinnlose Jagd nach dem vermeintlichen Glück endet, wie sie begann: mit einem Mord. Lolitas Eingehen auf die Liebe des älteren Intellektuellen wird ebenso zu einem Wahn, der zu rasender Eifersucht und letztlich in ein tragisches Schicksal führt. Mit 18 stirbt sie verheiratet, schwanger und in ärmlichen Verhältnissen lebend, während der Geburt ihres Kindes. [ne]

Webseite: www.buehnen-halle.de


Mission Improstabil in 3D / Improtheater stabile Seitenlage am 11.12. um 19 Uhr im Zazie

Sie sind jung und sie haben eine Leidenschaft: das Improvisationstheater. Die jungen Wilden vom Improtheater stabile Seitenlage stellen sich mit Mut zum Risiko und wilder Entschlossenheit den Ideen ihres Publikums. Blitzschnell verwandeln sie sich in die verschiedensten Figuren und erschaffen Orte und Räume mit viel Kreativität und Phantasie. erobern sich nun eine neue Bühne, die Bühne  vor der Leinwand, eine besondere Kinopremiere also und das alles in 3D. Für die Zuschauer heißt das: aktive Teilnahme. Denn erst ihre Vorgaben lassen Geschichten voller Tragik, Komik, mit Songs und Monologen entstehen. So werden Figuren zum Leben erweckt und in einem das normale Theater weit überschreitenden interaktiven Dialog von Spielern und Publikum erlebt der Zuschauer ultimatives Theater. Das verheißt einen spannungsgeladenen Theaterabend mit leichtfüßiger Ernsthaftigkeit und tiefem Witz. Live im Kino. In Originalsprache und ohne Untertitel. [ne]

Webseite: www.kaltstarthalle.de


Die Höchste Eisenbahn / Lyrische Popeskapaden am 16.12. um 20 Uhr im Steintor Varieté

Im Oktober fuhr Judith Holofernes von „Wir sind Helden“ mit ihr. Im Dezember wird Gisbert zu Knyphausen sie besteigen. Die Rede ist von die „Höchste Eisenbahn“. Die Berliner Songwriter Moritz Krämer und Francesco Wilking gestalten einen wunderbar unberechenbaren Abend mit Geschichten, hüpfenden Melodien und instrumentalen Improvisationen aber auch bekannten Songs. Bestimmt wird das ein oder andere Lied von Gisbert zu Knyphausens neuem Album „Hurra, Hurra! So Nicht“ dabei sein. Vielleicht erlebt man auch eine dreistimmige Intonation eines Songs von Moritz Krämers Album „Wir können nichts dafür“ oder vielleicht ein Kleinod aus Wilkings großem Songportfolio? Man wird sehen und darf gespannt sein, was drei so enthusiastische Melancholiker, ästhetische Lebensbetrachter und lyrische Helden aus der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit machen. [ne]

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