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Monstronale September 2011 |
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Monstronale: „Attack of the Tromaggot“ / 02.10.2011 im Plan3
Obwohl der deutsche Film im Allgemeinen nicht gerade durch Sinnhaftigkeit oder Unterhaltungswert auffällt behauptet er dennoch einen gewissen Anspruch. „Attack of the Tromaggot“ ist Trash und zwar pur ohne Kompromisse, sozusagen der Gegenentwurf zu allem elaborierten Filmschaffen. Schon allein die Synopsis verspricht einiges an Verwirrungen die der Film auch nicht wirklich schafft aufzulösen, aber das ist ja auch nicht sein erklärtes Ziel ... Hier also kurz umrissen worum es geht ...
„Der kleine Vorort MAGGOTOWN wird von einen warmen und unfähigen Polizeichef regiert. Vor seinen Augen treibt die muCus-Organisation illegale Schleim-Geschäfte und verseucht dadurch die gesamte Kanalisation von MAGGOTOWN. Was nicht schlimm wäre, wenn das sich in der Nähe befindende Labor nicht schon eine Labormade in dieselbe Kanalisation gespült hätte...“ (Quelle: www.tromaggot.de)
Soweit so gut ... Es gibt also eine mutierte Made die sich durch die Eingeweide diverser Opfer frisst, gepaart mit viel Blut und Splatter und diverser abstruser Nebenhandlungen. Klingt schräg und ist es auch!
Der Film selbst ist eine deutsche Hommage (Fanfilm) an das amerikanische Filmlabel Troma, das 1974 von Lloyd Kaufman und Michael Herz gegründet wurde. „Zu Beginn wurden einige Sex-Klamotten gedreht. Mit der Übernahme der Vermarktung von Blood Sucking Freaks konzentriert sich Troma, auf Filme, die meist eine möglichst grafische Darstellung von Gewalt, verbunden mit Horror-Elementen und derbem Humor zum Thema haben (Trash-Horror, Splatter, Exploitation). Ihre billig produzierten Filme, die selten von der etablierten Fachpresse anerkannt werden, genießen jedoch in einem breiten FankreisKultstatus. Ihr wohl berühmtester Film, Atomic Hero (The Toxic Avenger), wurde unter anderem von Peter Jackson, Quentin Tarantino und Takashi Miike als einer ihrer größten Einflüsse bezeichnet.“ (Wikipedia)
Aus dem Labelnamen und der Kombination mit Made entstand letztlich auch der Titel des Films. Doch zunächst werfen wir noch einen kleinen Blick auf die Entstehungsgeschichte: ... der Mastermind des Projektes Markus Jurchen (bei der Vorführung zugegen Anm. d.Red.) hatte schon in den 90ern mit Hilfe der Videokamera seiner Mutter erste Versuche mit dem Medium unternommen. Heraus kam ein Homevideo Trashfilm mit komisch sterbenden Menschen einer Socke als Made verkleidet und der schon erwähnten abstrusen nicht so leicht zu durchschauenden Handlung. Der Film verschwand erst einmal für einige Jahre, bis Markus herausfand dass man auch mit dem Computer Filme schneiden kann... mittlerweile ist der Film im Netz zu sehen. Die fulminanten Möglichkeiten die sich da plötzlich auftaten ließen ihn auch nochmals über den Film nachdenken und er beschloss noch einige Szenen nachzudrehen. Aus diesen Nachdrehs entwickelte sich dann im Laufe der Zeit immer mehr. Der Einfluss einiger Troma Filme und auch die persönliche Bekanntschaft mit Lloyd Kaufman führten zu einer 5 jährigen Odyssee an deren Ende ein völlig neuer Film stand ... um einiges trashiger und blutiger und mit einer Made in Latex! „Attack of the Tromaggot“ an dieser Stelle sei auch noch einmal auf das Wortspiel Troma und Maggot (dt. Made) hingewiesen, wird in jedem Fall ein Erlebnis dass man nicht verpassen darf, denn Vorführungen des Films sind in Deutschland recht selten. Es lebe der Film. [cs]
Vorführung: 02. Oktober 20:00 Uhr im Plan3, in Anwesenheit des Regisseurs/Machers.
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