Im Norddeutschen Raum sind Mad Monks bereits eine feste Größe im Ska Punk. Durch das in den einschlägigen Szenekreisen beachtete Debüalbum „Welcome to the Mad Monk‘s Abbey“ und durch eine Menge an Live Auftritte rekrutierten sie sich in den letzten Jahren eine treue und anwachsende Fangemeinde. Mit Ihrem zweiten nun erschienenen Longplayer „Flying Circus“ legen die Bremer ein großartiges Album nach. Das Fundament der Musik ist weiterhin der Ska-Punk mit dem sie aber jede Menge tanzbare Offbeat Nummern inszenieren. Da wechseln sich schmissige Punk Rock Riffs auf den Punkt mit einer mehrstimmigen Horn-Section ab. Das ganze mit Flow und jenseits des Einheitsgemansche!
Besonderen Wert wurde bei der Scheibe „Flying Circus“ auf das Songwriting gelegt. Man verarbeitete Zitate aus Reggae, Country, Folk, Metal, Western, Pop und Schweinerock um den explosiven Songs eine besondere Note zu geben. So wird etwa aus „Me and my guitar“ eine Grandiose Swing Country Nummer mit Kontrabass und weiblicher Unterstützung am Gesang. Die rotzige Stimme von Sänger Zeki (Ex-F-THREE) gibt dem leichten hardcorelastigen Song „One minute of pure riot“ den richtigen bumms. Als Unterstützung für den Song „Alltag, Stress und so“ holten sie den Raggaesänger und Trompeter der französischen Ska Band Skanibal Schmitt. Heraus kam ein HipHop/Dancehall Song mit Potential zu einer Hymne.
Fazit: Da ist den Mad Monks ein sehr abwechslungsreiches Album gelungen, fern langer Weile. Die Musik bewegt sich zwischen ausufernder Euphorie und todtrauriger Melancholie und bleibt doch immer tanzbar. [ao]
Die CD „Flying Circus“ ist unter dem Label „ANR“ erschienen.
Vertrieb über www.brokensilence.biz