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Szene
Shanty Town: Die Geschichte des Ska (Jamaika)
 Bis Ende des 19. Jahrhunderts blieb Jamaika weit gehend abgeschottet gegenüber amerikanischen und europäischen Musikeinflüssen. Die Blasmusik, gespielt von britischen Militärkapellen, wurde ab 1890 nach und nach Sammelbecken für die Musikszene in Kingston. Jazz erreichte Jamaika in den 20ern, wurde aber überwiegend von der Mittelklasse gehört. Eine Schallplatte, geschweige denn ein Grammophon oder ein Radio, konnten sich die wenigsten leisten. Die Mehrheit der jamaikanischen Bevölkerung hörte die traditionelle Folk Musik, basierend auf afrikanischen Rhythmen.
Aus dieser Musik entwickelte sich der Mento, eine Musik mit abgehackten Gitarrensound, einen wummernden Bass und einem pulsierenden Rhythmus im 2/4 Takt. Mento wurde von umherziehenden Straßenmusikern auf handlichen Instrumenten gespielt. Zur üblichen Besetzung gehörten Gitarren, Banjos, Bongos und ein großes Daumenpiano, die Rhumba Box. Die Musik ähnelt der Rhumba, einer afrikanisch geprägten Musik, die sich auf Kuba weiterentwickelte. Wesentliches Charakteristikum des Mento sind seine lustigen, zum Teil sehr anzüglichen Texten. Seine Popularität beschränkte sich jedoch auf die unteren sozialen Bevölkerungsschichten.
Besonders Einflüsse aus Nordamerika prägten die jamaikanische Musik der 1940er und 50er Jahre, vor allem der Rhythm & Blues. Man fühlte sich mit dieser Musik verbunden, Gemeinsamkeiten im Schicksal der Schwarzen hüben wie drüben dienten der Ausbreitung des R‘n‘B auf Jamaika. Im Zweiten Weltkrieg kam es zum verstärkten Kontakt der Jamaikaner mit amerikanischer Musik, als amerikanische Soldaten auf Jamaika stationiert wurden. Jamaikas Musik mischte sich mit Gattungen der gesamten Karibik (Calypso, Mento, Burru) und der USA (R‘n‘B, Jazz). [ao]
Reinhören: www.shanty-town.de oder Radio Corax 95,5 / letzter Sonntag im Monat 16:00 Uhr
Lokales
What!What!Records - Das Gefühl einer Tortenschlacht
 Neue elektronische Tanzmusik, Nu Disco, der Musik ein Gesicht geben, Ausrasten, Gefühlsausbrüche, Oi Oi Oi, Bassdrums, wie Tags auf Toilettentüren, Überraschungen, Erwartungen, Erwartungen toppen, hören sehen fühlen, „die gute Laune kehrt zurück“, Maximal, Unlimited, aus sich herausgehn, Parties als Selbstfindungskurs, being locker, antioberflächlicher Fasching.
Nachvollziehen, reinschauen, mitmachen! Maral Salmassi aus München, Malente aus Münster, und Zero Cash aus Köln kommen nach Halle um WHAT!WHAT! zu supporten und euch genau dieses Gefühl zu vermitteln. Ein Abend als Komposition, eine Party als Startschuss!
Erstes Release ist „You can‘t fool me David“ von Mike Okay. Geremixt wurde der Track von Tom Deluxx aus Frankreich, Sexinvaders aus Berlin und Silkersoft aus Münster. Zur Release Party kommen alle nach Halle um ihre Sets zu Präsentieren und den ersten Release mit euch gebührend zu feiern.
08.11.08 @ Theatrale:
Maral Salmassi, Malente, Zero Cash, WHAT!WHAT! DJ Gang + Friends
29.11.08 Record Release Party:
Tom Deluxx, The Sexinvaders, Silkersoft (Location comming soon)
Weblinks:
www.whatwhat.de
www.myspace.com/whatwhatrecords
Lokales
Älectro/Stricc #2 am 14.11.2008 im La Bim / Halle
Die noch junge, wohl aber schrägste Electroparty der Stadt wird nach dem spektakulären Auftakt im April mit TEAM PLASTIQUE und KANIA TIEFFER erneut für Furore in Halle sorgen. Diesmal haben die Veranstalter vom Kino La Bim zusammen mit dem Klub7 die einzigartige Band TOYDEATH aus Sidney und den populären DJ DONNA SUMMER eingeladen. 3-D Brillen sorgen für die richtige Wahrnehmung der Deko!
 TOYDEATH kommen für ein paar wenige Auftritte nach Europa und haben einen ganzen Park an coolen 8-Bit-Sound Kinderinstrumenten und Spielzeugen im Gepäck. Da wundert es kaum das George Bush-, Barbie-, so wie Jesuspuppen zu Spielzeuggitarren, Sax-a-booms und vielen anderen verrückten Spielzeugen singen werden. TOYDEATH haben ihre Spielsachen auf der ganzen Welt während ihrer Tourneen zusammengetragen. - die Sorte Spielsachen welche Eltern in den Wahnsinn treiben, doch durch den Einbau von Tonabnehmern maximal zu rocken imstande sind. Seit Ende der 90iger Jahre versprüht der US-Amerikaner Jason Forrest als DJ DONNA SUMMER Funken auf den Dancefloors dieser Erde. Kein Kostüm ist ihm zu eng, kein Samplediebstahl zu verwegen. Die Pop-Queen Donna Summer dürfte nicht als einzige Klägerin gegen ihn vor Gericht gezogen sein. Auftritte von DJ DONNA SUMMER sind eine Show bei der alles passieren kann. Eine Clique Raver auf Steroiden in Disneyland könnten da vielleicht als Vergleich herhalten. Der Electro-, Techno- und Breakbeatsound des Jason Forrest saugt mit aller Kraft an der Brust der Pop-Musikgeschichte.
Abgerundet wird der Abend visuell wie auch musikalisch vom Klub7. Die Electropiraten vom Klub7 gehören seit Jahren zum festen Bestandteil der Hallenser Electro-, und Subkultur. Dass ihnen gut eben nicht gut genug ist, beweisen die ´Siebener´ stets auf‘s Neue. [jc]
Produkte
Hoerboard: Customized functional DJ-workstation
Früher fanden 2 Plattenspieler und ein Mischpult bei den meisten DJs Platz auf kleinen Schränken, eventuell umgebauten Biertischgarnituren oder anderen glatten Flächen. Das Hoerboard macht endlich Schluss damit und gibt all denen die das DJ Dasein nicht länger improvisiert fristen möchten die Möglichkeit einer stylischen Variante in den eigenen 4 Wänden.
Das Hoerboard ist eine Hohltischkonstruktion aus MDF- und Multiplexmaterial in dem sowohl Plattenteller als auch Mischpult verschwinden und sich mit der Oberfläche zu einem Ganzen verbinden, auch der entsprechende Kabelsalat gehört der Vergangenheit an. Die Gestaltung ist absolut flexibel, soll heißen, Größe, Formung, Farbe, Furnier und entsprechende innen liegende Kabelstrecken können vom Kunden selbst bestimmt werden. Alle Kabel münden dann am Fußende des Tisches und sind von dort auf diverse Endgeräte verteilbar.
Also eine Designlösung für Liebhaber, die zwar nicht gerade günstig ist (ca.1000,-Euro), aber das Plattenauflegen zu Hause zu einem echten Hingucker werden lässt. Da kann man nur sagen „Auf Wiedersehen“ Improvisation, willkommen schöne neue Welt. [cs]
 Details zum Hoerboard
Maße: Höhe 90, 100, oder 110 cm
Gewicht: ca. 85 kg
Länge: 188 cm / Tiefe: 60 cm
Audioein- und ausgänge am linken Fußende:
4 × Chinch (für Master, Monitor und externe Geräte) / 2 × XLR (für Master, Monitor und externe Geräte) / 1 × Stromnetz mit 220 Volt
Oberflächenauswahl
Furnier: Zebrano, Bambus dunkel, Bambus,
Olivenbaum / Lack: alle HKS & RAL- Farben in Hoch-, Seidenglanz und Matt
Weblink: www.hoerboard.de
Szene
History of Mod - Teil 2

Mod war modetechnisch anfangs ein ungepflügtes Feld, einen gängigen Look oder eine Uniformierung gab es nicht, zunächst wurde aus Schwulenboutiquen alles raus gekauft, was für den „Future - Dandy Look“ brauchbar war, man orientierte sich an den Anzügen der Jazzer, alles wurde aber noch taillierter und enger geschneidert, ganz nach Art des englischen Offizierrocks. Der Anzug musste auf jeden fall eine Ablehnung von festgefahrenen Konventionen darstellen, er durfte dem Chef, dem Lehrer oder den Eltern nicht gefallen! Das Element des selbstkreierten Looks mit selbstgenähten Klamotten war damals wichtig. Den Look der Mod‘s konnte man nicht einfach im Laden kaufen, man konnte nur dazugehören, wenn man selbst etwas dafür tun und riskieren wollte.
So ist das auch heute noch, selbst wenn man heutzutage mit massig Knete durch die angesagtesten Boutiquen europäischer Metropolen laufen würde und den „Mod Style“ verlangen würde, das richtige Gefühl für Authentizität kann man dennoch nicht kaufen. Noch was: Mod war personell gesehen eine weisse Angelegenheit, wer sich den schwarzen Einwanderern aus dem Commonwealth noch verbundener fühlte, wurde Rudeboy und hörte Ska und Rocksteady, heute ist diese Jugendkultur besser bekannt unter dem Namen Skinhead. doch das ist eine andere Geschichte, auf die ich später zurückkomme...

Parallel zu den Anfängen der Modkultur entstand in Frankreich und Italien ein neues Kino, einer Smartness und Wildheit verpflichtet, welche man bis dato so noch nicht gesehen hatte. Schaut euch mal „Außer Atem“ mit Jean Seberg und Jean Paul Belmondo an, dann habt ihr eine Ahnung davon, wie hoch die Latte für Coolness Anfang der 60er Jahre von den Franzosen gelegt wurde.
Das tragen von französischen Attributen (Baskenmützen), das lesen von französischen Tageszeitungen (auch wenn man kein Wort verstand) im Strassencafe, das Auftragen von italienischen Anzügen war plötzlich das Non Plus Ultra für den modebewussten Stylisten. Natürlich gab es auch weibliche Mods, die Modettes. Aber Frauen, obwohl sie einen eigenwilligen Chic entwickelten, schienen in dieser Szene nicht im Mittelpunkt zu stehen. Denn das Motto lautete: jeder ist sein eigener Star!
Hedonismus und Ästhetik waren das hohe Gut und mehr: die Mods trugen auch mal Schminke. Jawohl, die Jungs! Jetzt hat man auch eine blasse Ahnung, von wem sich die Waver und Gothiks der 80er ihren Romantik - Look abgeschaut haben. Die Mods waren nicht nur „die ersten Dandies der Popkultur“ (Zitat aus dem Film „Velvet Goldmine“), sondern pflegten auch einen androgynen Look, welcher aus dem Cabaret und der Homoszene kam und seine Überhöhung in den 70ern im Glam Rock fand.
 Coco Chanel war schon lange eine Ikone der Modeszene, doch für die Mods waren junge Designer die wahren Stars. Heute grosse und auch teilweise vergessene Namen, wie Yves St. Laurent, Zandra Rhodes, Rudi Gernreich, Pierre Cardin, Luigi Colani oder Verner Panton kreierten aus Jugendstil, Science Fiction, Psychedelic, asiatischen Einflüssen, neuer Sachlichkeit, Futurismus, Plastik, Bauhaus und hunderten anderen Versatzstücken einen neuen Stil für Mode, Möbel und Design der 60er Jahre, welcher heute noch als Modernismus bezeichnet werden könnte. [ao]
...Fortsetzung folgt!
Lokales
UNIKUM X
Jetzt wird das Unikum 10 Jahre alt und ist doch eigentlich schon 16, ein Teenager also. Das Café hat sich mittlerweile, insbesondere durch seine Konzertkultur, zu einer festen Größe in Halle etabliert.

1992 entstand die Idee das damalige Büro des Turm e.V. aufgrund der zentralen Lage am Uniplatz in ein Café umzuwandeln und das Studentenleben um einen attraktiven Treffpunkt zu erweitern. Mirko Baderke ist seit 1998 Eigentümer und feiert gemeinsam mit dem Unikum 10 jähriges Jubiläum. Nachdem er im Jahr 2000 das erste Live Konzert im Café in improvisierter und spontaner Atmosphäre mit der Rock ’n’ Roll Band „Speed Chicken“ initiierte, nahm alles seinen Lauf. Von nun an gaben sich regelmäßig die verschiedensten Bands auf der Bühne die Ehre.
Das Konzept von Mirko geht auf! Durch den familiären Charme des Unikums schafft er es immer wieder mittlerweile auch hochkarätige Bands aus ganz Europa für eine geringe Gage zu buchen. Der Eintritt ist kostenlos und der Gast kann sich in Form eines Getränkeaufschlags revanchieren. Das besondere Verhältnis von Mirko zu den Künstlern, die er oftmals in einer eigens dafür ausgebauten Wohnung beherbergt, kombiniert mit einem hautnahen Konzerterlebnis, machen das Unikum zu einer der eindrucksvollsten Veranstaltungsplattformen der Stadt.
Das 10 jährige Jubiläum des Unikums wird nun am 17.10.2008 im Volkspark in Halle mit der Band „Jennifer Rostock“ sowie den Special Guests „Sigue Sigue Sputnik“ und „BettieFord“ gebührend gefeiert. Mit dem Auftritt von „Sigue Sigue Sputnik“, einer der legendärsten englischen Punkbands der 80er Jahre, erfüllt sich Mirko einen Kindheitstraum. [jk]
Weblink: www.unikum-halle.de
Interview
Return To Peeze: Rock'n'Roll zum anfassen
 Die Veröffentlichung des ersten Livealbums „Destruction City“ steht unmittelbar bevor. Die vier Jungs stehen für „Kick Ass Rock’n’Roll“ der allerfeinsten Sorte, doch wer meint es handele sich um eine Newcomerband, der irrt.
Kretze, Nose, Rappsen und Pademmer verfügen über acht Jahre Bühnenerfahrung und haben bereits die Alben „Handmade Boots“ (2003) und „Kick Ass Rock’n’Roll“ (2005) auf den Markt gebracht, wobei der Titel der zweiten Veröffentlichung genau das beschreibt, wofür die Jungs stehen: Musik, die nach vorne geht und in den „A…. tritt“.
 Nachdem die ersten beiden Alben im Studio aufgenommen wurden haben sich Return to Peeze bewusst für ein Livealbum entschieden. „Im Studio ist es schwieriger die Energie eines Auftritts richtig einzufangen und das ist uns schließlich am Wichtigsten. Da wir uns als Liveband bezeichnen, wollten wir genau das aufnehmen was wir machen.“, so Kretze der Sänger der Band.
Bei „Destruction City“ handelt es sich um einen Mitschnitt des Konzerts 2007 im Objekt 5, das die Band jährlich veranstaltet. Am 11.10.2008 erfolgt nun die nächste Gelegenheit sich von der im Stile von Rocklegenden wie AC/DC, Black Sabbath oder den Backyard Babies geladenen Liveperformance, mitreißen zu lassen.
Befragt man Return to Peeze nach ihren Zielen für die Zukunft wird deutlich, dass die vier Jungs so viel wie möglich live spielen möchten, der kommerzielle Erfolg steht dabei eher im Hintergrund.
Nose (Gitarre) fasst zusammen: „Wir werden weitermachen wie bisher, da wir ja schließlich unser ganzes Leben auf die Band ausgerichtet haben und ungefähr die Hälfte davon im Proberaum verbrachten- wir stecken einfach viel zu tief drin um aufzuhören!“ [jk]
Anstehende Gigs:
11.10.2008 / Objekt 5 / Halle
18.10.2008 / Muggefug / Cottbus
01.11.2008 / Anker / Leipzig
Weblinks:
www.returntopeeze.com
www.myspace.com/returntopeeze
Szene
History of Mod Teil 1
 Die Mods sind heute, wenn man von ihrem Stammland England absieht, eine sehr kleine, aber beständige Jugendkultur - „Sekte“ würde es eher treffen. Jedenfalls haben die Mods seit den Sechzigern, meist unbeachtet von den Medien, überlebt und zwischendurch immer wieder mal ein Revival erlebt, wobei das Revival in den frühen 80ern, parallel zum Punkrock, wohl am erwähnenswertesten ist und von den Medien auch als ein solches bemerkt wurde. Dazu später mehr.
Mod steht für Modernist und das ist erst mal eine absolute Nullinformation. Betrachtet man die Geschichte der Mods, dann sieht man, was ganz am Anfang steht: Jazz, Existenzialismus, Bohemia und wieder mal verwirrte Jugendliche oder um es zu konkretisieren: Neger, drogensüchtige Dandys, Judenbengel mit Geld, rumlungernde Spinner mit schlechtbezahlten Jobs und Stricher aus der englischen Unterschicht.
Natürlich hat das alles bereits vor den 60ern begonnen; die Jazzer, Bebopper und hippen Kids der 40er und 50er Jahre hatten schon ihre Beat Generation weit bevor der Modernismus geboren wurde. Beat ist ursprünglich sinngemäss ein Begriff, der aus dem Jazz entnommen ist, benennt ab den 40er Jahren auch eine literarische Richtung. Als begleitende Lektüre empfehle ich die Werke von William S. Burroughs, Boris Vian, Jack Kerouac, Allen Ginsberg und Neal Cassady.
In den 60ern wurde Englands arme Unterschicht nicht zum ersten mal von Armut, Tristesse und einer Wirtschaftsrezession übel getroffen, doch diesmal konnten wenigstens einige Jugendliche aus der Langeweile und dem Elend für kurze Zeit in eine Phantasiewelt fliehen. Sie hatten plötzlich was eigenes, sie konnten sich abgrenzen - und Abgrenzung war wichtig!
Ein eigener Klamottenstil musste kreiert werden und auch wenn es, wie die Veteranen der ersten Stunde berichten, „nirgendwo was Vernünftiges zu kaufen gab, das man auch anziehen wollte.“
Auch in den 90ern sieht es nicht anders aus: „ ...unsere Musik ist eine ganz klare Reaktion zur Situation, in der die englischen Jugendlichen leben, gefangen in einem Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit, Langeweile, billigen Drogen und miesen Fernsehsendungen.“ Brett Anderson, Suede Mod [ao]
...Fortsetzung folgt nächsten Monat!
Szene
Hidden Spot
 Seit Juli findet in Halles-City an ausgewählten Plätzen, den so genannten „Hidden Spots“, ein Event der besonderen Art statt. Insgesamt 7 Mal startet der Contest des Rollmops Skateboard-Shops in Halle unter den Augen einer dreiköpfigen Jury. Jeden Monat wird ein neuer Spot ausgewählt und 3 Tage vorher auf der Website www.myspace.com/hiddenspot bekanntgegeben bzw. erhaltet ihr per SMS die Infos über Datum und Ort, damit die Location bereits im Vorfeld ausgecheckt werden kann.
 Als Treffpunkt für alle Contests dient der Rollmops Skateshop in Halle/Saale, wobei jeder teilnehmen darf, der nicht älter als 20 Jahre ist und Skateboard fährt. Bereits 3 Hidden Spots fanden statt und bei der zweiten Session an der Low- to High-Ledge auf dem Gelände der Frankeschule waren doppelt so viele Skater bzw. Chiller, wie beim Eröffnungsevent am Start.
Ihr fragt euch wofür das Alles? Neben dem Spaß an ausgefallenen Locations zu skaten und sich mit Gleichgesinnten der Skatergemeinde zu messen, sollten die Teilnehmer ihre Platzierung in der Gesamtwertung im Auge behalten: Dem Sieger der Jahresgesamtwertung winkt nämlich ein Platz im Rollmops-Skateboard-Team 2009!!!
Und so geht’s: Einfach Formular (www.rollmops-skateboards.com/hidden/Anmeldeformular.pdf) ausdrucken, ausfüllen, in Halle oder Leipzig im Rollmops Skateshop abgeben oder per Post zusenden, sowie Haftungsausschluss unterschreiben. Ihr könnt die Teilnahme auch über die Freundschaft bei MySpace beantragen.
Bleibt nur noch zu sagen: Auf die Bretter fertig los!!! [jk]
Weblinks:
www.bacs-event.de
www.myspace.com/hiddenspot
Produkte
Socketlight: Licht aus der Steckdose
 Licht aus der Steckdose ist seit den Zeiten der Erfindung des elektrischen Stromes eine gängige Floskel um den einfachen Gebrauch desselben anzudeuten. Was liegt dann näher als genau diesen Satz umzusetzen und damit ein Produkt zu kreieren dessen Gebrauch genau den Kern des Satzes trifft. Socket Light ist eine Designidee die den fließenden Strom sichtbar macht und gleichzeitig punktgenaues Licht liefert. Sozusagen eine Hommage an den unscheinbaren Alltagsbegleiter Verteilerschnur.
Kritiker werden sich nun durchaus zu recht fragen wozu man denn das noch brauchen können soll. Die Antwort: es macht Spass sich die leuchtenden Leisten anzusehen; auf Nachtlichter kann verzichtet werden und die obligate Lichterkette für anheimelnde Beleuchtung kann im Schrank verschwinden. Für Stromjunkies und designfetischisten ein Muss. [cs]
Maße: ca. 21 x 7 x 4 cm, 220V, < 0,4 Watt, transparente Anschlussleitung, transparenter Schnurschalter
design: mirko kisser | form tween produktdesign
Weblinks:
www.socketlight.de
www.formtween.de
Produkte
Nemus concept.bike
Ein Fahrrad aus Holz klingt nicht ungewöhnlich, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Ökologie- und Nachhaltigkeitsdebatte. Seit der Erfindung des Fahrrades existieren die unterschiedlichsten Konzepte und Ansätze zum Thema.

Robert Taranczewski und Julian Ziege, die beiden Entwickler der Designstudie hatten in ihren Überlegungen ganz klar die Vision eines Fahrrades mit einem Holzrohrrahmen. Das Holzrohr, eigens für den entstandenen Prototyp entwickelt, hat gegenüber anderen Ansätzen den Vorteil relativ leicht zu sein. So liegt das Gesamtgewicht des Fahrrades mit 9,6 kg unter allen anderen Studien und Entwicklungen im Bereich Holzfahrrad.
Ein Rohr aus Holz, wie geht das denn? Ebenso simpel wie genial ist die Idee der beiden. Das Rohr wird als ein Leimholzrohr gefertigt, das heißt mehrere Schichten Eschenholzfurnier (im Ganzen 7) werden auf einen Rohrrohling aufgebracht und miteinander verklebt. Die Form des Rohlings spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Das aufgebrachte Holzmaterial ist im Entstehungsprozess noch flexibel, wodurch auch andere Querschnitte möglich sind. Dies lässt eine anderweitige Nutzung für Gebrauchsgegenstände (wie Zeltstangen oder Paddel) denkbar werden.

Mittlerweile haben die Beiden ihr Fahrrad schon auf diversen Messen präsentiert und stießen mit ihrer Materialentwicklung auf offene Ohren, des weiteren gewannen sie drei bedeutende Preise der Industrie. Die Entwicklungsarbeit am Material ist jedoch für beide noch längst nicht abgeschlossen und wird weitergehen. Sie sind gerade dabei sich in der Hafenstrasse eine kleine Werkstatt auszubauen. Was also einst als Semesterprojekt an der Burg Giebichenstein begann ist nun zum Lebensmittelpunkt für Beide geworden und entwickelte sich zu einem innovativen Produkt, das die (Holz)fahrradszene sicherlich gehörig umkrempeln wird.
Und wer weiß: vielleicht werden es dann auch noch Zeltstangen oder Paddel. Man darf gespannt sein. [cs]
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